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Februar 2005: ProCatEuropa e.V. organisierte Kastrationsaktion für Katzen im spanischen Almunecar

Der im nordrhein-westfälischen Neunkirchen-Seelscheid ansässige Katzenschutzverein ProCatEuropa e.V. konnte im Verlauf seines vierjährigen Bestehens bereits zahlreiche Kastrationsaktionen im europäischen Ausland initiieren und verfügt daher über die notwendigen Kontakte im Ausland, um vor allem in solchen Regionen tätig zu werden, in denen den Tieren bisher kaum oder gar nicht geholfen werden konnte.

Eine dieser Regionen befindet sich bei Almunecar, eine Kleinstadt in Südspanien, 80 km nordöstlich von Malaga. Durch persönliche Kontakte erfuhr der Verein, dass dort zahlreiche wild lebende Katzen existieren – natürlich meist unkastriert und zum Teil krank. Durch eine großzügige Spende in Höhe von 1.000 Euro durch den ETN konnte ProCatEuropa im Februar dieses Jahres eine einwöchige Kastrationsaktion in dieser Region durchführen.

An der Aktion nahmen Astrid Normann und Ilona Eisenhut (Vorstandsmitglieder von ProCatEuropa e.V.) teil sowie Johanna Reinhardt, Stefanie Ott und Eva Neuhäuser, Studentinnen der der Veterinärmedizin aus Hannover. Die Kastrationen selbst wurden von zwei niedergelassenen Tierärztinnen in Salobrenia und Almunecar durchgeführt.

Noch am Tag der Ankunft wurden die ersten Katzen in Almunecar gefangen und am folgenden Tag kastriert. Wie auf den Bildern ersichtlich, halfen die Studentinnen engagiert mit. Leider war den beiden Tierärztinnen ihre Mittagspause (Siesta) heilig, so dass immer nur von 11 bis 14 Uhr und von 17 bis 20 Uhr gearbeitet werden konnte. Kastrationshaken waren weder bekannt noch erhältlich, so dass allen weiblichen Tieren auch die Gebärmutter entfernt wurde. Ein Tier starb nach der Kastration, ein anderes musste eingeschläfert werden. Bei zwei Katzen stellte sich intraoperativ heraus, dass sie schon kastriert waren. Die Tage von Montag bis Freitag wurden komplett mit Fangen und Kastrieren verbracht. Am Samstag arbeitete eine der Tierärztinnen gar nicht, die andere nur drei Stunden. Inzwischen hatte sich herausgestellt, dass einige Katzen aufgrund fehlendem selbstauflösendem Nahtmaterial ab dem Bauchfell mit Nylon genäht worden waren. Der Samstag wurde deshalb damit verbracht, das korrekte Nahtmaterial zu besorgen, die betroffenen Katzen erneut zu narkotisieren und frisch zu vernähen. Insgesamt wurden (bereinigt) 80 Katzen kastriert, 43 davon waren weiblich. Praktisch alle weiblichen Tiere waren bereits trächtig.

Beim Fangen auf einem Campingplatz wurde uns vom Pförtner des Campingplatzes Nena überreicht, eine mittelgroße schwarz-weiße Hündin. Sie war von Spaniern zurückgelassen worden, die sie nicht mehr brauchen konnten und lief nun Gefahr, in die Tötungsstation gebracht zu werden. Außerdem brachten wir Peggy mit nach Deutschland, ein sechs Wochen altes und 1,5 Kilo schweres Hundebaby, das wir spontan "Wurst" nannten, sowie zwei dreifarbig getigerte, knapp einjährige Katzenmädchen. Alle mitgebrachten Tiere konnten mittlerweile in private Hände vermittelt werden.


 
 

März 2003: ProCatEuropa e.V. organisierte erste Kastrationsaktion für Katzen in Cadiz

Eine Urlaubsreise war der Anlass für eine beispielhafte Hilfsaktion in der spanischen Stadt Cadiz: Im Hafengelände sah Astrid Normann so viele Katzen, dass sie sich spontan entschloss, eine Kastrationsaktion ins Leben zu rufen.

Zunächst wollte oder konnte sich keine Organisation der Situation annehmen, doch schließlich gelang es ProCatEuropa, über das Internet Kontakt zur Sociedad Protectora de Animales de Cádiz herzustellen, die von der Idee begeistert war und jede Unterstützung zusagte. Binnen vier Wochen waren alle Vorbereitungen getroffen - Tierärzte, Fallen, Transportboxen, Unterkunft - und die Aktion konnte durchgeführt werden.

Vom 14. bis 16. März 2003 wurden knapp 60 Katzen kastriert. Die meisten Tiere waren weiblich, und viele davon leider bereits trächtig. Auch sie wurden natürlich kastriert – nicht selten gegen den Widerstand von Anwohnern, die in der wachsenden Katzenzahl kein Problem sehen. Hier waren die spanischen Kollegen eine unschätzbare Hilfe, denn sie beruhigten die Passanten und versicherten ihnen, dass die Katzen am nächsten Tag wieder zurückgebracht werden.

Gefangen wurde täglich zwölf Stunden am Campo del Sur, am Parc Genoves, an der Plaza De Espagna sowie an der Punta San Felipe. Vor allem die Population an der Punta San Felipe wirkte krank – vermutlich vor allem Leukämie und Katzen-AIDS. So mussten drei Katzen eingeschläfert werden, eine weitere verstarb nach der OP.

Vom ETN erhielt ProCat Europa eine Spende von 1000 Euro, die zu hundert Prozent an die Sociedad Protectora ging. Diese wiederum gab einen Teil davon an die Tierärzte ab, denn sie arbeiteten ohne Bezahlung und verwendeten teures selbstauflösendes Nahtmaterial. Kastrierten Katzen wurde als Merkmal eine Ohrspitze gekappt und alle erhielten ein Drei-Tages-Antibiotikum. Aufgrund der vielen Operationen konnten die meisten Tiere nicht zusätzlich behandelt werden. Nur in den schlimmsten Fällen wurden Medikamente z.B. gegen starken Ohrmilbenbefall verabreicht. Nach der erfolgreichen Aktion waren sich alle Beteiligten einig, dass die Kastrationen weitergeführt werden sollen.

Mitwirkende:
Astrid Normann und Marion Schimmelpfennig, ProCatEuropa e.V., Neunkirchen-Seelscheid
Santiago Grosso und Kollegen, Tierärzte, República de El Salvador 4, Cadiz
Mitglieder der Sociedad Protectora de Animales de Cádiz